Der Vorsitz

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Ich bin Armin Gaspers, seit 2012 Mitglied, 2014 wurde ich stellvertretender Vorsitzende und seit 2015 der Vorsitzende des Bezirkselternausschusses Mitte.

Welche Aufgaben habe ich als Vorsitzender? Es gibt eine Reihe von Aufgaben, die das Schulgesetz vorsieht. Ich bin für die Erstellung der Tagesordnungen zuständig, versende die Einladungen und bereitet die Sitzung inhaltlich vor.
Dann eröffne ich die Sitzungen und leite sie. Dabei beachte ich die gesetzlichen Vorgaben und führt das Gremium.

Der Vorsitzende vertritt das Gremium nach außen. Viele meinen, damit sind repräsentative Anlässe gemeint. In der Tat bedeutet es aber etwas anderes: Für diese Webseite zum Beispiel steht ein Vorsitzender ein.

Meine Aufgabe sehe ich nicht darin, meine Interessen möglichst laut zu vertreten. Wichtig ist mir, dass die Mitglieder in einer Sitzung Raum zum Meinungsaustausch bekommen und es im besten Fall zu einer Meinungsbildung kommt. Meine eigene Meinung spielt dabei stets eine untergeordnete Rolle.
Natürlich habe ich eine Meinung. Ich zeige sie aber selten, um den Meinungsprozess im Gremium nicht zu beeinflussen. Ich glaube, das gelingt mir ganz gut.

Viel Zeit braucht man für dieses Amt. Und weil man mit dem Schulgesetz denkt, muss man viel Verständnis für Bürokratie haben. Man braucht Verständnis für die einzelnen Personenkreise. Neu gewählte Mitglieder wissen manchmal nicht, was der BEA ist und welche Aufgaben er erfüllt. Wichtig zu verstehen ist, dass der BEA ein Bezirksgremium ist. Im BEA bespricht man also keine individuellen Probleme einzelner Schulen. Erst dann, wenn ein Problem repräsentativ ist. Ansprechen kann man mich immer. Ich erkläre gerne ausführlich, was möglich ist und was nicht. Manche frisch Gewählten kommen mit Illusionen in die Sitzungen. Es ist nicht schön, diese platzen zu lassen. Aber das gehört auch zu meiner Aufgabe.
Leider hat nicht jeder dafür Verständnis, dass der BEA nicht für seine Probleme da ist. Für solche Momente muss man dann eine dicke Schale haben.

Der BEA Mitte war zu meiner Amtsübernahme in keiner guten Verfassung. Mitte ist eh ein schwieriger Bezirk, es kamen kaum noch Mitglieder in die Sitzungen.
Ich steigerte die Qualität der Themen und lud viele gute Referenten ein. Erst nach einer Weile entdeckte ich, dass die Mitglieder ohne Feuer waren.
Der BEA musste das Diskutieren lernen Um das Ziel zu erreichen, musste ich einige Dinge ändern. Nicht jedem hat das gefallen.

Wir entwickelten die Gremienampel. Es wurden Stimmrechtkarten ausgegeben. Wir haben die Hart-Mehrfach-Hinein-Quotierte Redner*innenliste eingeführt.
Plötzlich beschäftigte der BEA sich mit sich selber. Daraus entstanden Themen und daraus Beschlüsse.

Zu uns kommt man gerne. Es wird fair diskutiert und durch eine klare und freundliche Struktur fühlen sich Referent*innen bei uns wohl. Das schafft Vertrauen und somit wird der BEA Mitte gehört.

Der BEA Mitte hat mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass die Eltern nur auf Schule oder Politik hauen. Eltern sind sehr verantwortlich und haben viel Verständnis für die Situation. Der BEA Mitte als verlässlicher Partner, das spüren auch die Schulleitungen. Ich glaube, das darf ich zu Recht als Erfolg betrachten.

Welchen Anteil habe ich daran? Den Geringsten.
Ich habe nur an die Eltern geglaubt, sie herausgefordert, gefordert und ihnen Möglichkeiten gegeben, dieses in Bahnen gelenkt und Verantwortung gegeben.

Ich muss auch sagen, dass ich tolle stellvertretende Vorsitzende hatte und habe. Der Austausch erdet und macht mich nicht betriebsblind. Und natürlich muss man seine größten Kritiker gut pflegen. Auch die haben oft einen guten Blick auf Themen. Das Jin und Jang.

Das Engagement der Eltern zu fördern lohnt sich.
Eine „Gute Schule“ erkennt man immer auch an dem guten Verhältnis von Schule zum Elternhaus.
Mut und Vertrauen ist das beste Rezept für einen respektvollen Umgang im Schulalltag.

Lassen Sie es sich gut gehen

Armin Gaspers

Von Eltern – Für Eltern