Der BEA Mitte hat sich im Jahr 2025 intensiv mit dem Thema Neurodivergenz beschäftigt. Im Ergebnis der Beratungen hat der BEA Mitte in seiner Sitzung am 12.01.2026 einen Beschluss gefasst.
Schätzungen zufolge weisen rund 20 % der Schüler*innen neurodivergente Merkmale auf. (Internationale Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen ca. 10 % und 20 % der Weltbevölkerung neurodivergente Profile aufweisen (Deloitte via World Economic Forum), für Deutschland zeigen vertragsärztliche Abrechnungsdaten, dass im Jahr 2017 bei etwa 17 % der Kinder und Jugendlichen mindestens eine Entwicklungsstörung diagnostiziert wurde (Versorgungsatlas 2019).)
Fehlende oder unzureichende bedarfsgerechte Unterstützung kann das Risiko deutlich erhöhen, dass betroffene Kinder und Jugendliche im weiteren Lebensverlauf psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen, kriminelles, selbstverletzendes und/oder suizidales Verhalten entwickeln sowie soziale Ausgrenzung bis hin zu Obdachlosigkeit erleiden. Eine passgenaue, frühzeitige Förderung dagegen ermöglicht neurodivergenten Menschen, ihre Fähigkeiten umfassend zu entfalten und bislang ungenutzte Potenziale nachhaltig nutzbar zu machen.
Dies stellt nicht nur für Eltern eine Belastung dar, sondern vor allem für die betroffenen Schüler*innen, die ohne angemessene Unterstützung u.U. massive Benachteiligungen und Ausgrenzung im Schulalltag erleben. Ebenso geraten Lehrkräfte und Erzieher*innen zunehmend in schwierige Situationen: Sie sollen inklusiv arbeiten, viele haben aber weder das nötige Wissen noch die Ressourcen, um neurodivergente Kinder bestmöglich zu fördern.
Vor diesem Hintergrund hat der BEA Mitte den Beschluss gefasst: https://bea-mitte.de/wp-content/uploads/2026/01/Beschluss-BEA-Mitte-260112-Umgang-mit-Neurodivergenz-staerken.pdf